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                Kevin Henderson und Country-Musik

 

 

 

Kevin Henderson wurde mit zahlreichen deutschen Country Awards ausgezeichnet und steht seit weit mehr als 30 Jahren auf den Bühnen Europas. Henderson ist ein gern gehörter Sänger und Moderator bei Western & Countryfesten. Auch als Texter und Komponist ist der Entertainer erfolgreich. Insgesamt brachte er 8 CD´s - auf denen etliche Eigenkompositionen zu finden sind - auf den Markt. Obwohl er einer der bekanntesten Sänger und Gitarristen in der deutschen Country-Szene ist, legt er sich musikalisch nicht ausschließlich auf diese Musikrichtung fest. Seine "Oldies" sind ebenso beliebt wie die Countrysongs. Ob nun "Countrymusik" auf entsprechenden Festen, oder "Oldie-Mix" auf anderen Event; Kevin versteht es vorzüglich, das Publikum in seinen Bann zu ziehen und trifft mit seiner Vielseitigkeit jeden Geschmack.

 
 
   

Die Geschichte der Country-Musik 

>Country Musik kommt eigentlich aus den USA. Anfang 1920 hielt die Country Musik Einzug in Deutschland. Populärer wurde sie im deutschsprachigen Raum jedoch erst nach dem zweiten Weltkrieg, als aus den USA namhafte Country Sänger nach Deutschland kamen, um für die hier stationierten Amerikaner, aufzutreten.

    Die Geschichte der Country-Musik hat ihre Anfänge in den Liedern und Instrumenten, die die frühen Kolonisten aus England, Irland oder Schottland mit in die "Neue Welt" brachten. Als Ursprungsregion innerhalb Nordamerikas gelten die südlichen Appalachen, also die Bundesstaaten Tennessee und Kentucky. In den abgelegenen Bergsiedlungen war die Musik eine der wenigen Unterhaltungsmöglichkeiten für die hart arbeitende Bevölkerung. Musiziert wurde fast ausschließlich im familiären Umfeld; neues Liedgut wurde von fahrenden Sängern und durchziehenden Siedlern verbreitet. Die Musik der Landbevölkerung hatte noch nicht einmal einen Namen. Manchmal wurde sie als "Old-Time" oder "Mountain-Music" bezeichnet. Die Fiddle war oft einziges Instrument. Sie war einfach herzustellen, billig und ließ sich leicht transportieren. Gelegentlich wurde sie durch ein Waschbrett als Rhythmus-Instrument unterstützt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde von afroamerikanischen Sklaven das Banjo übernommen. Gitarre und Mandoline hielten erst Anfang des 20. Jahrhunderts Einzug, nachdem der Versandhandel preiswerte Modelle ins Angebot aufgenommen hatte.
Eck Robertson
 
  Anfang der zwanziger Jahre existieren im Süden der USA zahlreiche lokale und regionale Stilrichtungen als Vorformen der späteren Country-Musik. Beispiele sind die Musik der Appalachenbauern und andere volksmusikalische Stile der aus unterschiedlichen Regionen Europas stammenden Einwanderergruppen. Auch der Blues der Afroamerikaner spielt eine nicht unbedeutende Rolle. Schwarz und Weiß leben neben- und miteinander und beeinflussten sich gegenseitig. Es gibt auch vereinzelt afroamerikanische Musiker, die Country spielen, wie etwa DeFord Bailey.In den großen Städten wird von der Oldtime-Musik kaum Notiz genommen. Sie gilt als altmodisch und hinterwäldlerisch. Die neu entstandenen Massenmedien – Radio und Schallplatte – ignorieren die ländliche Musik zunächst ebenfalls. Am 1. Juli 1922 nahmen die Fiddler A.C. „Eck“ Robertson und Henry Gilliland bei RCA Victor in New York City die erste Platte mit den Titeln Sally Gooden / Arkansas Traveller auf.  
 
Eine weitere Schallplattenaufnahme machte Produzent Ralph Peer am 14. Juni 1923 mit dem 55-jährigen Fiddler Fiddlin’ John Carson für das kleine Okeh-Label. Seine Platte, Little Old Log Cabin In The Lane auf der A-Seite und The Old Hen Cackled auf der B-Seite verkaufte sich ebenso wie die Platte von Robertson und Gilliland unerwartet gut und gilt als erster Hit der Country-Musik. Mit Beginn der zwanziger Jahre treten erstmals Country-Musiker im neuen Medium Radio auf. Gespielt wird live, es existieren noch kaum Tonträger mit Oldtime-Musik. Das Abspielen von Schallplatten sollte noch bis Mitte der 1940er Jahre allgemein unüblich und ein strittiger Punkt zwischen Musikergewerkschaften und Radiosenderbetreibern bleiben.
   
Die Zuhörer reagieren begeistert auf die Shows, und bald werden regelmäßige Programme eingerichtet, die so genannten "Barn Dance Shows". Der in Fort Worth, Texas beheimatete Sender WBAP macht am 4. Januar 1923 den Anfang. Im selben Jahr beginnt der Sender WSB in Atlanta regelmäßig Auftritte von Old-Time-Musikern zu senden, spätere bekannte Musiker wie Clayton McMichen, Riley Puckett, Fate Norris und Lowe Stokes beginnen hier ihre Karriere. Am 19. April 1924 folgt der Chicagoer Sender WLS, der in den 1930er und 1940er Jahren mit dem WLS National Barn Dance eine der stilprägendsten und populärsten Country-Shows dieser Jahrzehnte ausstrahlen sollte.
Anfang 1925: Ralph Peer prägt den Begriff Hillbilly-Musik- Das neue, erfolgreiche Genre hat immer noch keinen Namen. Ralph Peer greift eine Bemerkung vom Bandleader Al Hopkins auf und bezeichnet die ländliche Musik als "Hillbilly". Hopkins leitete um 1925 die Band Buckle Busters und war Mitglied er Hill Billies.
28. Nov. 1925: Die Grand Ole Opry geht erstmals auf Sendung. Die vom Sender WSM aus Nashville unter der Leitung von George D. Hay übertragene Samstag-Abend-Show entwickelt sich zur erfolgreichsten und langlebigsten US-Radiosendung aller Zeiten. Zuerst nur regional zu empfangen, wird ab Anfang der dreißiger Jahre mit einem stärkeren Sender der gesamte nordamerikanische Kontinent mit Country-Musik versorgt.
Ab 1925: Die ersten "Singing Cowboys" treten auf; August 1927: Jimmie Rodgers und die Carter Family werden entdeckt 1929: Ken Maynard löst den Boom der Singing Cowboys im Film aus . Ab 1933 entstehen neue Stilrichtungen. 1934: Bob Wills nimmt ersten Western-Swing-Titel auf. Milton Brown und Bob Wills entwickeln Mitte der dreißiger Jahre den Western Swing. Durch die Big-Band-Mode des Swing beeinflusst, übernehmen sie Jazz-Elemente in die Country-Musik.
  Mitte der dreißiger Jahre: In Texas entsteht der Honky Tonk. Der Begriff "Honky Tonk" (Bezeichnung für rauere Kneipen) bezeichnet eine neue Stilrichtung der Country-Musik, die sich in den Kneipen und Bars im Umkreis der texanischen Ölfelder bildet. Aufgrund der hohen Lautstärke in diesen Etablissements müssen die Gitarren elektrisch verstärkt werden.Der Name der neuen Stilrichtung taucht erstmals 1937 im Al-Dexter-Song "Honky Tonk Blues" auf.1938: Roy Acuff tritt erstmals in der Grand Ole Opry auf. Roy Acuff wird für Jahrzehnte der größte Star der Grand Ole Opry. Er ist vor und hinter den Kulissen einer der wichtigsten Figuren der kommerziellen Country-Geschichte überhaupt. Im Zweiten Weltkrieg wird er auch zu einer nationalen Identifikationsfigur. 1940: Der Bluegrass entsteht Bill Monroe entwickelt fast im Alleingang den Bluegrass, der noch heute zu den wichtigsten Stilrichtungen der Country-Musik zählt und inzwischen auch eine Art authentische "Volksmusikszene" darstellt. Obwohl der Bluegrass schwer zu spielen ist
und hohes musikalisches Können jedes einzelnen Band-Mitglieds erfordert, entstehen schnell weitere Formationen, die zum Teil von ehemaligen Mitgliedern der Band Bill Monroes, den Bluegrass Boys, gegründet werden.   
14. Dezember 1941: Die BMI wird gegründet und bricht das Monopol der ASCAP.Die American Society Of Composer, Authors And Publishers (ASCAP) besitzt zu diesem Zeitpunkt ein Monopol auf die Lizenzvergabe von Musikstücken. Nur wer der ASCAP angehört, erhält für seine Songs Tantiemen. Die ASCAP steht der Country-Musik schroff ablehnend gegenüber. Die Autoren erhalten daher für ihre im Radio gespielten Stücke kein Geld. 1940 boykottieren die Radiostationen nach einem Streit die ASCAP. Für zehn Monate werden nur noch lizenzfreie Werke gespielt, und das sind zu einem großen Teil Country-Musik-Stücke, aber auch Blues-Stücke, was mit zur Entstehung des Rockabilly und Rock and Roll Anfang der 50er beiträgt. Die Country-Autoren schließen sich überwiegend der neu gegründeten Broadcast Music Incorporated (BMI) an und werden von da an nicht mehr benachteiligt.
Ab 1941 gewinnt die Country-Musik an Popularität. 7. Oktober 1941: Die USA treten in den Zweiten Weltkrieg ein. Die Kriegsvorbereitungen fördern indirekt die Verbreitung der Country-Musik. Süd- und Nordstaatler, Stadt- und Landbewohner leben in den militärischen Einheiten auf engstem Raum zusammen. An der Heimatfront ziehen Südstaatler in den Norden, um in den dortigen Rüstungsbetrieben zu arbeiten. Und sie bringen ihre Musik mit. Die Country-Musik erreicht damit neue Bevölkerungsgruppen. Die Armee setzt außerdem Country-Musiker zur Truppenbetreuung ein. Nach Kriegsende sorgt das American Forces Network (AFN) für eine fast weltweite Verbreitung der Country-Musik. 1942: Roy Acuff und Fred Rose gründen in Nashville den Acuff-Rose-Musikverlag  Ab 1945: Die "Goldenen Jahre" der Country-Musik beginnen  Vom wirtschaftlicher Aufschwung nach Kriegsende profitiert auch die Country-Musik. Es beginnen die "Goldenen Jahre". In Nashville entstehen die ersten Aufnahmestudios. Vorreiter ist DECCA. Der 1940 entstandene Bluegrass wird populär. Honky Tonk dominiert. Die wichtigsten Vertreter dieser Stilrichtung sind in jenen Jahren Ernest Tubb und Superstar Hank Williams. >
11. Juni 1949: Nachdem er sein Talent beim Louisiana Hayride in Shreveport (Louisiana), der Talentschmiede und der zweitbeliebtesten landesweiten Radioshow, unter Beweis gestellt hat, singt Hank Williams erstmals in der Grand Ole Opry. Er soll zu einem der größten Stars der Countrymusik werden. An diesem Tag schafft er den Durchbruch. Sein "Lovesick Blues" reißt das Publikum zu nie dagewesenen Begeisterungsstürmen hin, und er muss sechs Zugaben geben. Juni 1949: Das Magazin Billboard (Magazin) ersetzt den Terminus „Hillbilly“ durch "Country & Western".Meist mit C&W abgekürzt liegt hier das Pendant zum Rhythm & Blues (R&B) vor. Die Bezeichnung ist allerdings auch eine bewusste Abgrenzung gegen den bis dato auch wahlweise benutzten Begriff "Folk". Dieser ist häufig von linken und dem Kommunismus nahestehenden Musikern benutzt worden, von denen man sich in Zeiten des McCarthyismus distanzieren will.
Ab 1953: Der Rock'n'Roll beherrscht die Musikszene. 1. Januar 1953: Hank Williams stirbt im Alter von 29 Jahren. Er wird endgültig zur Legende und zur Ikone der Country-Musik. 1953: erste Rock'n'Roll-Aufnahme von Bill Haley – Entstehung des Rockabilly. Die neue Stilrichtung entsteht durch Aufnahme von Elementen des schwarzen Rhythm & Blues. Er wird zunächst ausschließlich von weißen Country-Musikern gespielt und als Rockabilly bezeichnet. Später, und mit einer nationalen Ausbreitung der neuen Mode, wird der Begriff Rock’n’Roll populär. Führende Vertreter sind unter anderem Jerry Lee Lewis, Buddy Holly, Eddie Cochran und Carl Perkins.
1954: Elvis nimmt seine erste Single auf. Elvis Presley nimmt seine ersten Platten in Sam Phillips Sun Studios in Memphis auf. Presley gehört in den ersten Jahren seiner Karriere zur Rockabilly-Szene, seine ersten Platten notieren ausschließlich in den Country-Charts. 1955: Ein weitere spätere Ikone und Legende der Country-Musik feiert erste Erfolge: Johnny Cash macht seine ersten Aufnahmen ebenfalls in den Sun Studios. Mitte bis Ende der fünfziger Jahre: Der Rock'n'Roll löst die bis dahin größte Krise der Country-Musik aus. Praktisch über Nacht verliert die Country-Musik fast die gesamte jugendliche Anhängerschaft; die "Goldenen Jahre" gehen zu Ende. Als Antwort auf den Rock'n'Roll wird der Nashville Sound kreiert. Um verlorenen Boden wiederzugewinnen, glätten die führenden Produzenten die Country-Musik. Die bis dahin dominierenden Fiddles werden nur noch selten eingesetzt. Hintergrund-Chöre werden beigemischt. Der Einsatz von Session-Musikern ermöglicht eine gleichbleibend hohe musikalische Qualität, jedoch geht die Individualität immer mehr verloren. Musik wird "am Fließband" produziert.Die wichtigsten Protagonisten des Nashville Sound sind Chet Atkins, der 1957 die lokale Schallplattendivision von RCA übernimmt sowie der DECCA-Produzent Owen Bradley. Die Rechnung geht zunächst auf. Durch die Annäherung an die Pop-Musik können die Verkaufszahlen deutlich erhöht werden. Allerdings verliert die Country-Musik an Frische und Authentizität. Der Nashville Sound bestimmt die kommerzielle Country-Musik der späten 1950er und frühen 1960er Jahre. Einer der größten Stars ist Patsy Cline. Ab 1960: Folk-Revival und Country Rock. In den sechziger Jahren bereichert eine Vielzahl von weiblichen Interpreten die Country-Musik. Tammy Wynette, Dolly Parton, Dottie West und andere treten ins Rampenlicht. Trucker-Songs werden populär und drängen die Eisenbahn-Songs in den Hintergrund. Ansonsten dominiert der seichte Nashville Sound. Die Folk-Musik erlebt eine Wiedergeburt. Sie ist allerdings urbaner als die ursprüngliche Folk-Musik ländlicher Prägung. Ihre Protagonisten entstammen einer weißen Mittelschicht, die mit den gegenwärtigen sozialen, kulturellen und politischen Umständen unzufrieden ist. Die wichtigsten Stars sind Bob Dylan, Pete Seeger und Joan Baez. <(Quelle: Wikipedia)
   

    

 
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